In meinem Buch "Wenn sich Wege trennen ... Verstorbenes Tier-Trauernder Mensch" habe ich Verständigungsmechanismen beschrieben, die Mensch und Tier zur Verfügung stehen. Wie der Evolutionsbiologe Rupert Sheldrake bin auch ich der Auffassung, dass Tierkommunikation eigentlich nicht in den Bereich des Paranormalen einzuordnen ist, sondern einen Aspekt der sozialen Kommunikation darstellt. Tiere untereinander verständigen sich nicht nur durch Lautgebung, sondern auch durch telepathische Übermittlung (zB durch gedankliche Rufe). Diese Art des Austauschs ist ihnen eigen und ihre persönliche Sprache. Telepathie bedeutet im Grunde nichts anderes, als die Übermittlung und den Empfang von gedanklichen Bildern ohne Einsatz der physischen Sinne. Das Phänomen der Telepathie ist auch bei uns Menschen bekannt, wenn wir diese Form der Kommunikation auch nicht als Standardverständigung bzw. Standardsprache wählen. Diese in uns verankerte Form des Austauschs ist zwar möglich, aber nur wenig trainiert und im Vergleich zu Tieren fehlt uns vor allem die alltägliche Praxis. Würden wir uns ausschließlich auf diesen "Sprache" konzentrieren, wären wir alle Meister der wortlosen Verständigung.
Rupert Sheldrake geht davon aus, dass eine Kommunikation nicht nur zwischen Tieren möglich ist, sondern auch zwischen Mensch und Tier. Tiere sind für uns zwar keine Artgenossen, doch aber leben wir mit ihnen in einer sozialen Organisation und sind daher ein Mitglied der sozialen Gruppe. Um nun mit anderen Mitgliedern dieser Gruppe kommunizieren zu können, müssen wir eine gemeinsame Sprache definieren. Das bedeutet, dass der Mensch seine telepathische Verständigung verstärken muss, umgekehrt lernt auch das Tier durch menschliche Sprache (vor allem damit verbundene Gefühle) Assoziationen herzustellen. (>) weiter |