Das Thema führte zu neuen Fragstellungen, zum Beispiel ob es aufgrund der Kristallomantie zu erklären sei, dass Menschen häufig Verstorbene sehen. Eine gründlich durchgeführte Studie zeigte, dass jeder vierte Amerikaner einräumt, schon einmal im Leben ein Gespenst gesehen zu haben, wohingegen in Europa jeder Dritte eine derartige Erfahrung machte (Moody 1994:11). Weiters überlegte Moody, ob es denn möglich sei, anhand der Kristallomantie das Sehen von Verstorbenen unter Laborbedingungen zu erwirken und ferner, ob eventuell dieses Thema eine Möglichkeit wäre, Trauernde psychisch zu unterstützen, indem sie erkennen, dass es keinen endgültigen Tod gibt. Außerdem beschäftigte ihn die Frage, ob die Natur der Psyche anhand der Kristallomantie Erweiterungen finden würde sowie folglich die Erforschung von Kreativität durch Nutzen des Trancezustandes, wie dies Schriftsteller, Musiker, Wissenschaftler seit jeher praktizierten, z.B. Thomas Edison, Charles Dickens, René Descartes und einige andere.
Moody betont, dass die Arbeit mit Kristallomantie nichts mit der Arbeit eines Mediums oder mit Seáncen zu tun hat, da es sich bei der letzteren um eine Kommunikation über eine dritte Partei handelt und das Medium lediglich eine Mittlerfunktion aufweist. Direkte Begegnungen bleiben daher im Unterschied zur Kristallomantie ausgeschlossen. Als eine der ersten wissenschaftlichen Studien gilt jene von Henry Sidgwick, Mitglied der "Society for Physical Research" (SPR) in England. 17.000 Menschen wurde die Frage gestellt: "Haben Sie jemals , als Sie ihres Erachtens völlig wach waren, den Eindruck gehabt, ein lebendiges Wesen zu sehen oder von ihm oder einem unbelebten Gegenstand berührt zu werden oder eine Stimme zu hören; ein Eindruck, der , soweit Sie feststellen konnten, auf keine physische Ursache zurückzuführen war?" Fälle, in denen es sich offensichtlich um Träume oder Delirium handelte, wurden ausgesiebt, es blieben 1684 Mensch über, die tatsächlich eine Erscheinung erlebt hatten. (Moody 1994: 21-22).