MEDIUMISMUS & JENSEITS (WISSEN)

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Dazu Moody: "Das religiöse Establishment muß zu seiner Aufrechterhaltung seinen Schäfchen starre, ideologische Überzeugungen in bezug auf Körper, Geist und Seele einpflanzen. Und dazu gehört auch, daß sie möglichst davon abgehalten werden, nach eigenständigen spirituellen Erfahrungen zu streben. Schließlich könnte eine psychologischer Pionier in der Galubensgemeinde verborgene Bereiche des Selbst erkunden und Entdeckungen machen, die sich nur schwer mit der offiziellen Doktrin vereinbaren lassen" (Moody 1994: 50-51).

Zum Vorwurf, Kristallomantie sei unwissenschaftlich, äußert sich Moody, dass die wissenschaftliche Weltanschauung veränderten Bewusstseinszuständen gegenüber sehr verächtlich reagiert. Die Annahme, kritisch-reflektives Bewusstsein stünde mit der Wahrheit in Bunde, wohingegen andere Bewusstseinszustände als illusionär gelten, sei keine Basis wissenschaftlicher Auseinandersetzung.  Da die Kristallomantie auf einem hypnagoge Zustände basiert, tendieren Wissenschaftler von vornherein dazu, sie zu negieren. "Eine genauere Analyse der wissenschaftlichen Fortentwicklung", so Moody, "enthüllt zahlreiche Fälle, bei denen Wissenschaftler ihre Inspirationen im hypnagogen Zustand erhielten, so etwa Thomas Edison, Friedrich August Kekulé von Stradonitz und Renè Descartes. Letzerer erschuf infolge einer Reihe von lebhaften Träumen das, was heute als wissenschaftliche Methode bekannt ist und die Grundlage aller guten wissenschaftlichen Experimente darstellt" (Moody 1994: 56-57).

Moody gibt zu bedenken, dass jegliche Auseinandersetzung mit diesem Thema zu Unverständnis führt, wovon er sich selbst im Zuge seiner Forschung überzeugen konnte. Ein Erlebnis des Autors veranschaulicht derartige Anfeindungen. Moody nahm seit mehreren Jahren Medikamente gegen Schilddrüsenüberfunktion ein, weswegen er eines Tages ins Delirium fiel. Während seines Krankenhausaufenthaltes bat Moody einen Arzt , ihm die Zusammenfassung eines Vortrages über Kristallomantie zu fotokopieren. Dies erwies sich als großer Fehler. Der behandelnde Arzt kopierte auch ein Exemplar für sich selbst und diagnostizierte Moody daraufhin als manisch-depressiv und verschrieb im Lithium. Moody weigerte sich das Präparat einzunehmen.

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    R. Moody    
       
       
       
       
       
       
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