Salmoxes lebte 500 v. Chr. In Thrakien. Er geriet aus unbekannten Gründen in die Sklaverei, stieß jedoch auf Pythagoras, einem der großen Denker des alten Griechenlands. Pythagoras glaubte an ein Leben nach dem Tod, er verbrachte offensichtlich viel Zeit damit, Salmoxes seine Philosophie zu erklären. Als freier Mann ließ Salmoxes ein Amphitheater bauen, das der Diskussion von parapsychologischen Themen gewidmet war. Salmoxes nannte dieses Amphitheater "Arena des Geistes". Er galt als Wohltäter Thrakiens und hielt dort Vorträge über das Leben nach dem Tod. Zu dieser Zeit ließ er einen unterirdischen Raum errichten, in welchem er sich in aller Öffentlichkeit einmauern ließ. Die Menschen waren entsetzt und voller Trauer. Berichten von Herodot zufolge, blieb Salmoxes vermutlich drei Jahre in diesem Untergrund. Die Menschen klagten, weinten und baten die Götter um seine Erlösung. Sie betrauerten Salmoxes, als wäre er bereits gestorben. Genau darin lag die Einsicht Salmoxes: Die Trennung selbst stellt den Tod dar. Nach ca. drei Jahren kehrte er aus dem Untergrund zurück. Herodot schrieb dazu: "Und so bewies er ihnen, daß das, was er gesagt hatte, wahr ist. Der Tod bietet keinen Anlaß zur Sorge" (Vgl. Moody 1994:64).
Die griechische Antike, schreibt Moody, sei ein fruchtbarer Boden für den Nachweis von Jenseitskontakten. Orakelstätten unter anderem dienten zur Herstellung von Kontakten zu Verstorbenen.
Homer schildert eine eine Zeremonie zur Kontaktaufnahme. Der "Zauberin Circe" zufolge, segelte Odysseus zu einem Orakelhain. Dort hob er eine Grube aus und füllte diese mit Blut eines geopferten Schafes und eines Widders.