In vielen Jenseitskontakten konnte ich mich davon überzeugen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Aber auch ich selbst war, obwohl ich von Kindesbeinen an außersinnliche Informationen empfing, skeptisch, ob diese Informationen auch tatsächlich von Verstorbenen oder anderen nicht physischen Persönlichkeiten stammten.
Je mehr Jenseitskontakte ich durchführte, je mehr positive Feedbacks mir Trauernde zukommen ließen und je öfters ich feststellte, dass sich Napas Aussagen als richtig erwiesen, desto mehr stärkte sich meine Überzeugung, dass all die richtigen Identifikationen nicht Zufall sein konnten.
Trotzdem befand ich mich in einer seltsamen Position, denn zu Beginn meiner Tätigkeit als Medium, als sich Trauernde ganz sicher waren, mit ihrem verstorbenen Vater oder ihrem verstorbenen Kind gesprochen zu haben, zweifelte ich noch immer daran, ob die Informationen auch tatsächlich von Verstorbenen kamen. Nicht aber, weil ich als Wissenschaftlerin einen wissenschaftlichen Beweis benötigt hätte - ich könnte auch gut mit der Vorstellung leben, dass es kein Leben nach dem Tod gibt, sondern weil ich Vieles für möglich halte. Ich wollte nicht blind darauf vertrauen, dass meine Gespräche Kontakte mit Verstorbenen waren. Ich war immer kritisch, trotzdem aber aufgeschlossen. Napa erklärte mir viele Jahre später, dass ich gerade aus diesem Grund für seine Übermittlungen geeignet sei, weil sich für mich nichts ausschließe und er daher auch Informationen übermitteln könnte, die ich nicht durch mein Ego verfremden würde. Somit erfüllte ich anscheinend gute Voraussetzungen für den Beruf des Mediums. (>) weiter |