MEDIUMISMUS & JENSEITS (WISSEN)

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Im Buch "Tod-ein neuer Anfang. Visionen und Erfahrungen an der Schwelle des Seins" (1977), werten die Autoren ihre wissenschaftliche Untersuchung von 1000 Fällen aus, die in Indien und den Vereinigten Staaten gesammelt wurden. Das wissenschaftliche Ideal ist die philosophische Neutralität, schreiben die Autoren, das heißt fragliche Themen sollten auf der Grundlage objektiver Beobachtungen und Erfahrungen behandelt werden. Sie bemerken jedoch die Problematik in Grenzgebieten. So gelangten sie ihrerseits zu der Erkenntnis, dass wissenschaftlich betrachtet ihre Beobachtungen zwar auf ein nahtodliches Überleben hinweisen, dies jedoch das gleiche Gewicht hat wie Feststellung jener, die den Tod als endgültige Zerstörung der Persönlichkeit halten (Osis/Haraldsson 1987:18). Im Zuge dieser Diskussion führen die Autoren die medizinische Richtlinie an, dass nämlich etwa innerhalb einer Viertelstunde, nachdem das Herz aufgehört hat, das Blut in Bewegung zu halten, das Gehirn nicht mehr ernährt wird und rapide zu verfallen beginnt. Die Annahme, dass die Persönlichkeit unwiderruflich zerstört wird und das Individuum aufhört zu existieren, sei ebenfalls eine Behauptung philosophischer Art, also keine solide Wahrheit, auf die man sich verlassen könnte (ibid: 19). An dieser Stelle schreiben die Autoren: "Sie [die Patienten] sehen Erscheinungen von verstorbenen Verwandten und Freunden. Sie sehen religiöse und mythologische Figuren. Sie sehen unirdische Welten, die sich durch Licht, Schönheit und intensive Farben auszeichnen. Diese Erfahrungen wirken verändernd. Sie bringen Heiterkeit, Frieden, freudige Erregung und religiöse Empfindungen mit sich. Im völligen Gegensatz zu der üblichen Düsternis und dem Elend, was gemeinhin vor dem Sterben erwartet wird [...]" (ibid: 20). "Um unsere Schlußfolgerungen vorwegzunehmen , wollen wir hier festhalten, daß dieses Beweismaterial in hohem Maße für ein Leben nach dem Tod spricht [...] Die Visionen am Sterbebett können weder durch medizinische noch durch psychologische noch durch kulturelle Bedingungen wegdisputiert werden. Zudem sind sie relativ unabhängig vom Alter, vom Geschlecht, von der Erziehung, von der Religion und von der sozialen Stellung der Betreffenden" (Osis/Haraldsson 1987:21).

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